Der Sommer aus Sicht der Chinesischen Medizin

Die Philosophie der Chinesischen Medizin sieht uns Menschen als Teil der Natur an. So sollten wir uns in unserer Lebensführung (Yangsheng)dem Rhythmus der Jahreszeiten sowie dem Tag- und Nacht-Rhythmus anpassen.

In dem Standardwerk der Chinesischen Medizin „Inneren Klassiker des Gelben Fürsten“ (Huangdi Neijing Suwen, etwa 1. Jh. v.u.Z., im 8. und 11. Jh. Überarbeitet) hießt es hierzu „In den drei Monaten des Sommers herrscht Überfluss an Sonnenschein und Regen. Die Energie des Himmels steigt hinab, die Energie der Erde steigt auf. Durch die Vermengung dieser beiden Energien, findet ein Austausch zwischen Himmel und Erde statt. Das ist der Grund dafür, dass Pflanzen reifen und Tiere, Blumen und Früchte reichlich erscheinen.Zu dieser Zeit des Jahres mögt Ihr Euch etwas später zurückziehen, aber Ihr solltet immer noch früh am Morgen aufstehen. Meidet Zorn und bleibt körperlich rege, um zu verhindern, dass die Poren sich schließen und das Qi stagniert. Ihr solltet keinem allzu intensiven Sexualleben frönen, obwohl es ein bisschen intensiver sein darf als zu anderen Jahreszeiten. Auf emotionaler Ebene ist es wichtig, fröhlich und heiter zu sein und keinen Groll zu hegen, damit die Energie frei fließen und eine Kommunikation zwischen innen und außen herstellen kann. So könnt Ihr vermeiden, dass im Herbst Krankheiten auftreten. Zur Jahreszeit des Feuers und des Herzens zählt auch der Spätsommer, der dem Erdeelement entspricht. Schwierigkeiten im Sommer können das Herz schädigen und manifestieren sich im Herbst.“

Die Sommerhitze heizt unserem Körper kräftig ein und wirkt generell anregend.

dadurch können leicht „Hitze“ Prozesse entstehen, durch welche unsere „Körpersäfte“ leicht geschmälert werden können. Symptome wie trockene Haut, Augen und Schleimhäute, ein übermäßiges Durstgefühl, trockener (Reiz-)Husten und Verstopfung aber auch innere Unruhe, Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, ein roter Kopf und rote Augen oder Kopfschmerzen können Anzeichen für eine Schmälerung der „Säfte“ sein. Deshalb ist in dieser Jahreszeit ganz besonders wichtig unserer „Säfte“ zu nähren und zu bewahren. Hierfür eignen sich besonders Gemüsesorten wie Spinat, Tomaten, Chinakohl, Auberginen, Zucchini, Gurken.  Aber auch Früchte mit ihren säftespendenden und kühlen Charakter wie Birnen, Äpfel, Feigen, Melonen, Kiwi oder Erdbeeren dürfen mit Genuss gegessen werden. Zubereitet als Kompotte, Suppen und Eintöpfe haben die erfrischenden Nahrungsmittel eine besonders Säfte aufbauende Wirkung und schonen im Gegensatz zum Genuss in rohem Zustand unsere „Mitten“ Funktionskreise.

Die heißen Temperaturen verleiten natürlich dazu, uns mit kalten Getränken – am Besten mit Eiswürfeln oder direkt aus dem Kühlschrank Abkühlung zu verschaffen.

Dies  zu sehr ab, sind Verdauungsstörungen wie Durchfall oder die sommerliche „Magen-Darm-Grippe“ mit Übelkeit und Erbrechen oft nicht weit! Deshalb empfiehlt die Chinesische Diätetik, auch in der warmen Jahreszeit zu kochen.

Um unsere „Mitte“ damit nicht zu stark zu belasten, sollte man es damit aber nicht übertreiben. Deshalb empfiehlt die Chinesische Medizin, auch in der warmen Jahreszeit mindestens eine warme Mahlzeit am Tag zu sich zu nehmen und Getränke mit Raumtemperatur zu trinken. Gekochte Salate wie beispielsweise Getreidesalate sind im Sommer ebenso eine wertvolle Möglichkeit. Darüber hinaus sollte man auf schwere fette Lebensmittel eher verzichten, sowie stark wärmende Lebensmittel (wie beispielsweise Zimt, Anis, Ingwer, Chili, Kaffee, Alkohol) meiden oder in Maßen zu sich nehmen.

Der Sommer ist die Phase des volle entfalteten yang. Besonders im Sommer verspüren wir den Drang hinaus zu gehen, uns mit Freunden zu treffen, zu feiern und ausgelassen zu sein. Der Sommer entspricht der Wandlungsphase Feuer und steht für Lachen, Lebensfreude und  Enthusiasmus.

Rote Linsen Salat

200g rote Linsen nach Packungsanweisung kochen.

1 Zwiebel und 2 Karotten schälen und in feine Würfel schneiden. 1-2 Stangen Sellerie in dünne Scheiben schneiden. Evtl. hellgrünen Blättchen vom Stangensellerie hacken. 1 Bund  Petersilie ebenfalls hacken. 2 mittelgroße Tomaten in kleine Würfel schneiden. Zwiebel in der Pfanne mit 1-2 Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze kurz andünsten. Danach die Karotten und Selleriestücke dazugeben und durchschwenken. Etwas Zitronenschale in die Pfanne reiben. Den Saft von 1/2 Zitrone hineinpressen. Alle Zutaten vermengen und mit etwas Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Getränke für den Sommer

Pfefferminztee, grüner Tee, Wasser mit Zitonenschale und Minzeblätter

 

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