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Praxisgemeinschaft für chinesische Medizin in München

Einführung 

Chinesische Medizin (auch Traditionelle Chinesische Medizin, abgekürzt TCM)

...ist die Erfahrungsheilkunde Chinas, deren Wurzeln mindestens 2000 Jahre zurückreichen und die bis heute als lebendiges Medizinsystem in China und zunehmend im Westen angewandt wird.

...verfügt über „Fünf Therapeutische Säulen“ (Werkzeuge), außer der bekannten Akupunktur, die Chinesische Arzneimitteltherapie, Tuina (chinesische manuelle Therapie) , die Bewegungstherapien Taiji und Qigong , Diätetik und Leibespflege.

...ist besonders hilfreich und wirksam bei funktionellen und chronischen Krankheiten, aber auch bei akuten Infekten, Allergien, Darmkrankheiten (siehe auch Indikationsliste) und deshalb eine wichtige Ergänzung zu unserer westlichen, technischen Medizin.

...ist eine empirische Wissenschaft, die das Befinden (Symptome des Patienten) und Befunde systematisch ordnet, in einer eigenen Sprache (siehe unten: westliches und östliches Denken) beschreibt, und dann in einer Chinesischen Diagnose mündet.

Westliches und östliches Denken

Unsere westliche, naturwissenschaftlich orientierte Medizin ist eine auf den Körper bezogene Wissenschaft. Der Blickwinkel, unter dem der Mensch betrachtet wird, ist auf das Gegenständliche, Stoffliche, Materielle und auf das Detail bezogen. Die gedanklichen Voraussetzungen dazu schuf Isaac Newton im 17. Jahrhundert mit seinem mechanistischen Weltbild. Kranksein ist mit messbaren Veränderungen verknüpft und wird als Fehlfunktion von physikalischen, chemischen oder biologischen Mechanismen angesehen, die korrigiert werden müssen. Diese Medizin eignet sich für akute und fortgeschrittene, oft lebensgefährliche Krankheiten.

Die Chinesische Medizin ist eine funktionale Wissenschaft. Das bedeutet, dass bei ihr lebendige Abläufe, Lebensfunktionen und die energetische Harmonie, die Gesamtheit des Körpers im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Das „energetische Potential", welches die Chinesen Qi (sprich Tschi) nennen, durchdringt den Körper wie Flüsse und Seen eine Landschaft durchströmen. Nach der Erfahrung der alten Ärzte fließt Qi auf definierten Bahnen (Leitbahnen oder Meridiane) und versorgt die Funktionskreise (zangfu, orbes, auch „Organe“).


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