Tuina („schieben und greifen“, auch anmo) kombiniert hochwirksame Massagegriffe, Akupressur und Chiropraktik. Die Behandlung sind sehr intensiv und wirksam. Basis ist das Grundverständnis der TCM. Die Tuina-Therapie unterscheidet sich deutlich von der westlichen Physiotherapie oder klassischen Massage. Durch eine umfassende chinesische Diagnosestellung und ein daraus resultierendes, individuelles Behandlungskonzept wird der Mensch und seine Erkrankung als Ganzes betrachtet. Energetische Entgleisungen können viel früher behandelt und der freie Fluss von Qi und Xue wieder hergestellt und Schmerzen reduziert werden. Durch die gezielten Griffe werden Akupunkturpunkte und ganze Gewebe gelockert und wieder energetisch durchströmt. Blockaden der Gelenke und Wirbelsäule werden durch Tuina gelöst. Bei Verstauchungen werden Auflagen aus chinesischen Kräutern aufgetragen, die die Heilung beschleunigen.

Dr. Hummelsberger hat zusammen mit einem chinesischen Arzt bereits 1998 ein Tuina-Buch verfasst.

Tuina kann bei folgenden Erkrankungen helfen:

  • Orthopädische Erkrankungen. Kopfschmerzen, Kreuzschmerzen, Schulter- und Nackenprobleme, Gelenkbeschwerden, Hexenschuss, Schleudertrauma, Verstauchungen u.a.
  • Internistischee Erkrankungen wie z.B. Verdauungsstörungen, Meteorismus, rheumatische Beschwerden, Blasenfunktionsstörungen, Organsenkungen, Verwachsungen und Narben etc.
  • Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen wie z.B. Tinnitus, Sinusitis, grippalen Infekten, Kopfschmerzen, Migräne, Kiefergelenksprobleme
  • Gynäkologische Erkrankungen wie z.B. Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrs- Beschwerden, prämenstruelles Syndrom, aber auch in der Geburtsvor- und nachsorge
  • Kinderheilkunde: hier helfen spezielle Kinder-Tuina-Techniken bei einer Vielzahl von Kinderproblemen wie Schmerzen, Gedeihstörungen, Übelkeit, Schlafstörungen, Appetitstörungen, Verdauungsstörungen in der Kindheit

Grenzen der Tuina – Behandlung

  • Akute Infektionen und Krankheiten, die operiert oder durch einen anderen Eingriff behandelt werden müssen
  • Verbrennungen, Verletzungen, offene Wunden
  • Blutverdünnung und Blutungsneigung

Kindertuina und Selbstmassage

Tuina kann auch durch den Patienten selbst im Sinne einer Selbstmassage ausgeübt werden. Eine besonders wichtige Rolle spielt Tuina bei der Behandlung von Kindern. Dabei ist die Mitarbeit der Eltern, die bestimmte Techniken mit einem Therapeuten erlernen und ihr Kind täglich behandeln sehr hilfreich.

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Wann darf Tuina/Kindertuina nicht angewendet werden?

  • Unklare Diagnose
  • Infektionskrankheiten und schwere Herzkrankheiten.