The Economist berichtet über Wirksamkeit der Akupunktur und die Open-Access-Studie der SMS
In der Ausgabe vom 1. Mai 2026 beleuchtet die Zeitung „The Economist“ den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Evidenz zur Akupunktur. Die rund 3.000 Jahre alte Methode der chinesischen Medizin erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit und wird heute bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt – von Schmerzen über Stress bis hin zu Fertilitätsproblemen.
Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit der Akupunktur insbesondere im Bereich der Schmerztherapie gut belegt ist. Große Metaanalysen zeigen, dass Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen – etwa im Bewegungsapparat oder bei Kopfschmerzen – nachhaltig von der Behandlung profitieren können.
Für andere Anwendungsgebiete ist die Studienlage hingegen uneinheitlicher. Eine umfassende Übersichtsarbeit, durchgeführt von der SMS, Internationale Gesellschaft für Chinesische Medizin, unter der Leitung von Moritz Hempen und Josef Hummelsberger, wertete insgesamt 862 systematische Reviews und Metaanalysen aus. Dabei zeigten sich positive Effekte unter anderem bei postoperativer Übelkeit, Migräne, tumorbedingter Erschöpfung sowie unterstützend bei Kinderwunschbehandlungen. Für viele weitere Indikationen fehlt jedoch bislang eine ausreichend robuste Evidenz.
Insgesamt bewertet der Artikel Akupunktur als sinnvolle und nebenwirkungsarme Behandlungsoption insbesondere bei chronischen Schmerzen. Für andere Einsatzbereiche besteht weiterhin Forschungsbedarf.
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Ich habe bereits 1982 mit meiner Ausbildung in Akupunktur begonnen und die Chinesische Medizin sehr umfassend in China und bei der SMS studiert – und bin nach 30 Jahren immer noch neugierig und dabei, ständig dazu zu lernen. Dafür bin ich der Chinesischen Medizin, meinen Lehrern und besonders meinen Patienten dankbar. Meine Lebenslauf als Arzt finden Sie hier.

